Stress bei der Arbeit

Viele kennen es: Stress am Arbeitsplatz. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Stress? Was macht ihn aus? Was sind die Folgen von Stress? Diese Fragen werden hier kurz und knapp besprochen.


Was ist Arbeitsstress?

Stress entsteht, wenn die am Arbeitsplatz an uns gestellten Anforderungen unsere wahrgenommenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigen. Dieses Ungleichgewicht wird von den Betroffenen als belastend bzw. unangenehm wahrgenommen. Stressoren sind Faktoren am Arbeitsplatz, die ein solches Ungleichgewicht auslösen können. Stressoren führen also zu einer Stressreaktion.

Zu den wichtigsten Stressoren gehören neben Zeitdruck, unklaren Rollenverteilungen und schlechter Arbeitsmaterialien auch fehlende Wertschätzung und Konflikte mit Vorgesetzten und Arbeitskolleg/innen.


Welche Konsequenzen hat Stress?

Häufig sind stressauslösende Situationen nur von kurzer Dauer. Sie führen zu kurzfristigen Stressreaktionen, wie beispielsweise Nervosität, gereizte oder ängstliche Stimmung und gehen mit körperlichen Reaktionen, wie erhöhtem Blutdruck einher. Wenn die kurzfristige Stresssituation bewältigt ist, kann eine Phase der Erholung einsetzen, in der nötige Ressourcen wieder aufgebaut werden können.

Zum Problem wird Stress dann, wenn er chronisch ist. Immer wiederkehrende oder langandauernde Stressoren verhindern die nötige Erholung und können zum Beispiel zu dauerhafter Erschöpfung führen. Langfristige Konsequenzen von chronischem Stress sind verminderte Leistungsfähigkeit, Depression, gesundheitsschädigendes Verhalten (z.B. Rauchen, Alkoholkonsum) und psychosomatische Beschwerden (z.B. chronische Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit). Durch eine Einbusse in der Leistung sowie eine Zunahme an Krankheitstagen und Kündigungen wirkt sich chronischer Stress auch schädlich für die Betriebe aus.